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Information zur Annahme und Bearbeitung von Visaanträgen während der Einreisebeschränkungen für Drittstaatsangehörige

Artikel

Im Rahmen der Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie gilt weiterhin ein Einreisestopp für nicht zwingend notwendige Reisen in die Bundesrepublik Deutschland.


Ausdrücklich ausgenommen vom Einreisestopp sind:

  • Deutsche Staatsangehörige sowie Staatsangehörige von anderen EU-Staaten, Schengen-assoziierten Staaten (Island, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz) oder von Großbritannien;
  •  Drittstaatsangehörige mit bestehendem Aufenthaltsrecht in Deutschland;
  •  Drittstaatsangehörige Familienangehörige, die zum Familiennachzug oder aus dringenden familiären Gründen einreisen;
  • Gesundheitspersonal, Gesundheitsforscher und Altenpflegepersonal;
  • Ausländische Fachkräfte und hoch qualifizierte Arbeitnehmer, deren Beschäftigung aus wirtschaftlicher Sicht notwendig ist und deren Arbeit nicht aufgeschoben oder im Ausland ausgeführt werden kann;
  • Personal im Gütertransport sowie sonstiges Transportpersonal;
  • Saisonarbeitskräfte in der Landwirtschaft; 
  • Seeleute;
  • Ausländische Studierende, deren Studium nicht vollständig vom Ausland aus durchgeführt werden kann; 
  • Personen, die internationalen Schutz oder Schutz aus anderen humanitären Gründen benötigen;
  • Diplomaten, Personal internationaler Organisationen, militärisches Personal und humanitäre Helfer in Ausübung ihrer Tätigkeit;
  • Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler;
  • Passagiere im Transitverkehr.

Nationale Visa


Die Erteilung von nationalen Visa zu folgenden Aufenthaltszwecken ist derzeit möglich:

Schengen Visum
Schengen Visum © colourbox
  • Familiennachzug
  • Einreisen im Rahmen der jüdischen Zuwanderung 
  • Studium: Dies betrifft Studierende, die bereits eine Zulassung zum Studium erhalten haben oder deren Aufnahme in ein Studienkolleg nachgewiesen ist. Auch die Einreise zu studienvorbereitenden Sprachkursen und studienvorbereitenden Praktika ist wieder möglich. Voraussetzung ist eine Aufenthaltsdauer von mindestens 6 Monaten.
  • Auszubildende: Erforderlich ist eine Bestätigung des Ausbildungsträgers, dass die Anwesenheit trotz der derzeitigen Pandemielage erforderlich ist
  • Aufenthalte für Qualifizierungsmaßnahmen zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen: Erforderlich ist auch hier ein Nachweis des Bildungsträgers, dass die Anwesenheit trotz der derzeitigen Pandemiesituation (Präsenz und nicht nur online) erforderlich ist.
  • Praktika und Weiterbildungsmaßnahmen: Einreisen zu Zwecken der Weiterbildung und zur Absolvierung eines Praktikums sind bei einer Mindestaufenthaltsdauer von 6 Monaten möglich. Bei Weiterbildungen hat der Ausbildungsträger zu bestätigen, dass die Anwesenheit trotz der derzeitigen Pandemiesituation (Präsenz und nicht nur online) erforderlich ist.
  • Sprachkurse: Einreisen zum Zweck der Teilnahme an Sprachkursen, die nicht der Studienvorbereitung dienen, sind bei einem geplanten Mindestaufenthalt von 6 Monaten wieder möglich. Der Anbieter des Kurses hat zu bestätigen, dass die Anwesenheit trotz der derzeitigen Pandemiesituation (Präsenz und nicht nur online) erforderlich ist.
  • Schüler, die in Deutschland für die Dauer von mindestens 6 Monaten eine Schule besuchen, die nicht überwiegend aus öffentlichen Mitteln finanziert wird und die Schüler auf internationale Abschlüsse, Abschlüsse anderer Staaten oder staatlich anerkannte Abschlüsse vorbereitet. 
  • Einreisen zu Freiwilligendiensten und Au-pair-Aufenthalten sind bei einer Aufenthaltsdauer von mindestens 6 Monaten wieder möglich
  • Fachkräfte der folgenden Kategorien, wenn seitens des Arbeitgebers bescheinigt wird, dass die Beschäftigung aus wirtschaftlicher Sicht notwendig ist und Arbeit nicht zeitlich verschoben oder aus dem Ausland verrichtet werden kann:

    - Fachkräfte (im Sinne des Fachkräfteeinwanderungsgesetz) mit Arbeitsvertrag
    - Wissenschaftler/ Forscher und Lehrkräfte
    - Entsendungen und ICT 
    - Führungskräfte
    - IT-Spezialisten
    - Beschäftigungen im besonderen öffentlichen Interesse (gemäß § 19c AufenthG)
    - Berufssportler, einschließlich eSportler, deren Einsatz in deutschen Vereinen oder vergleichbaren Einrichtungen vorgesehen ist (gemäß § 22 Nr. 4, 5 BeschV)
  • Selbstständig Erwerbstätige, einschließlich Freiberufler (gemäß § 21 AufenthG)

Termine für die Beantragung nationaler Visa zu den oben genannten Aufenthaltszwecken können (ausschließlich) über das Terminvergabesystem auf der Website der Botschaft gebucht werden.


Bitte beachten Sie, dass Visaanträge zu Aufenthaltszwecken, die nicht vom Einreisestopp ausgenommen sind, weiterhin nicht angenommen und bearbeitet werden können. So sind Einreisen zu folgenden Zwecken derzeit weiterhin nicht möglich:
- Arbeitsplatzsuche (ausgenommen Ärzte, die bereits eine Approbation oder Berufserlaubnis in Deutschland besitzen)
- Hospitationen
- Studienplatzsuche (ausgenommen ein Termin für eine Aufnahmeprüfung steht fest)
- Ausbildungsplatzsuche
- Nicht-qualifizierte Werkvertragsarbeitnehmer
- Einreisen ausländischer Studierender zur Ausübung von Ferienjobs (ausgenommen sind lediglich Ferienbeschäftigungen in der Landwirtschaft)

Sobald die Antragsannahme für weitere Antragskategorien möglich sein wird, wird die Botschaft dies über ihre Website mitteilen.

Schengen-Visa


Die Erteilung von Schengen-Visa ist derzeit nur in wenigen Ausnahmefällen möglich:


Besuchsreisen naher Verwandter:

  • Drittstaatsangehörige Familienangehörige der sogenannten „Kernfamilie“ (d.h. Ehegatten, eingetragene Lebenspartner, minderjährige Kinder und Eltern minderjähriger Kinder) von Deutschen, EU-Bürgern, Staatsangehörigen Islands, Liechtensteins, Norwegens, der Schweiz oder Großbritanniens oder von Drittstaatsangehörigen mit bestehendem Aufenthaltsrecht in Deutschland dürfen ab sofort zu vorübergehenden familiären Besuchsreisen einreisen; eines zwingenden familiären Grundes zur Einreise bedarf es in diesen Fällen nicht mehr. 
  • Drittstaatsangehörige Verwandte 1. und 2. Grades, die nicht zur Kernfamilie gehören (d.h. volljährige Kinder, Eltern volljähriger Kinder, Geschwister und Großeltern), von Deutschen, EU-Bürgern, Staatsangehörigen Islands, Liechtensteins, Norwegens, der Schweiz oder Großbritanniens oder von Drittstaatsangehörigen mit bestehendem Aufenthaltsrecht in Deutschland dürfen grundsätzlich nicht zu lediglich vorübergehenden familiären Besuchsreisen einreisen. Eine Ausnahme gilt nur bei Vorliegen eines zwingenden familiären Grundes; dieser liegt in den folgenden Fällen bzw. bei folgenden Anlässen vor:
    - Geburten
    - Hochzeiten
    - Todesfälle/Beerdigungen
    - besondere Ausnahmefälle, in denen ein zwingender familiärer Grund vorliegt (z.B. schwere Erkrankung eines Verwandten 1. und 2. Grades., der deswegen zwingend auf Unterstützung angewiesen ist).

Entferntere drittstaatsangehörige Familienangehörige, die nicht wenigstens Verwandte 1. oder 2. Grades sind, dürfen grundsätzlich nicht lediglich aus familiären Gründen einreisen.


Besuchsreisen unverheirateter Partnerinnen und Partner:

In engen Grenzen sind auch Einreisen von unverheirateten Partnerinnen und Partnern zu Besuchszwecken in folgenden Fallkonstellationen möglich:


 1. Gemeinsam reisende Paare aus dem Ausland, die aus einem dringenden persönlichen Grund kurzfristig nach DEU reisen wollen (z.B. Hochzeit, schwerwiegende Krankheit oder Beisetzung naher Angehöriger des Partners mit Bezug zum Bundesgebiet). Einer der Partner muss Deutscher oder sonstiger EU-Staatsangehöriger sein.


2. Derzeit getrennte Paare, bei denen der drittstaatsangehörige Partner seinen Partner in Deutschland wiedersehen und für einen Besuchsaufenthalt in DEU einreisen möchte. Der einladenden Partner kann Deutscher, sonstiger EU-Staatsangehöriger oder Drittstaatsangehöriger mit langfristigem Aufenthaltsrecht in Deutschland sein.


Bei beiden Fallkonstellationen muss es sich um eine bestehende längerfristige und auf Dauer angelegte Beziehung handeln, im Verlaufe derer sich die Partner zumindest einmal persönlich getroffen haben  Es ist zudem eine Erklärung beider Partner zur Beziehung vorzulegen, sowie Nachweise über vorherige persönliche Treffen in geeigneter Form, (insbesondere durch Passstempel oder Reiseunterlagen/Flugtickets, oder Nachweis über bis vor kurzem bestehenden vorherigen gemeinsamen Wohnsitzes im Ausland; ergänzende Dokumentation durch Fotos, Social Media, Brief-/Mailkorrespondenz ist möglich). 


Dringende medizinische Behandlungen:

Einreisen aus zwingenden medizinischen Gründen sind möglich. Zwingende medizinische Gründe liegen vor, wenn 

1. die Behandlung nur in Deutschland oder jedenfalls nicht im Herkunftsland ausgeführt werden kann oder die Behandlung in Deutschland begonnen wurde und nun fortgesetzt werden soll; und 

2. wenn ohne die Behandlung das Leben bedroht ist oder bei Nichtbehandlung erhebliche bleibende Schäden zu befürchten sind. 

Beides ist durch entsprechende schriftliche Bestätigungen der in Deutschland aufnehmenden medizinischen Einrichtung glaubhaft zu machen. 

Geschäftsreisen

Dringende Geschäftsreisen sind möglich, wenn nachgewiesen wird, dass die Einreise auch unter Berücksichtigung der Pandemie-Situation zwingend erforderlich ist.


Die Antragsannahme durch den Dienstleister VisaMetric ist derzeit noch ausgesetzt. Wenn Sie ein Schengen Visum für eine Einreise in den genannten Fällen benötigen, wenden Sie sich für die Vereinbarung eines Termins zur Antragstellung bitte per E-Mail an die Visastelle (visa@baku.diplo.de). Bitte fügen Sie Ihrer E-Mail nach Möglichkeit bereits Nachweise, welche eine der oben genannten Ausnahmen vom Einreisestopp belegen, als Anlage bei.

Neuvisierung nationaler Visa

Wenn Ihnen durch die Botschaft Baku vor dem 17.03.2020 ein nationales Visum erteilt wurde, welches Sie aufgrund der Einreisbeschränkungen nicht nutzen konnten, die Einreise aufgrund der allmählichen Lockerung der Einreisebeschränkungen wieder möglich geworden sein sollte, kann das Visum unter vereinfachter Bedingungen und gebührenfrei neu ausgestellt werden, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  1. Die Gültigkeit des Visums ist abgelaufen oder die restliche Gültigkeitsdauer beträgt weniger als einen Monat
  2. Aufenthaltszweck und Aufenthaltsort haben sich nicht geändert
  3. Der Antrag auf Neuvisierung wird bis zum 31.12.2020 gestellt

Für die formlose Beantragung der Neuvisierung schicken Sie bitte eine E-Mail an visa@baku.diplo.de. Bitte geben Sie dabei die Nummer des Visums oder Ihres Reisepasses und den Aufenthaltszweck für den das Visum ausgestellt wurde, an. 
Möglicherweise können zusätzliche beziehungsweise aktualisierte Unterlagen erforderlich sein, um nachzuweisen, dass die Voraussetzungen für die Erteilung des Visums weiterhin bestehen.
Bitte beachten Sie, dass eine Neuvisierung von Schengen-Visa derzeit nicht möglich ist.

Wichtige Links

Letzte Änderungen: Aktuelles (Konflikt um Bergkarabach; COVID-19: Reiseverbindungen, Beschränkungen im Land)
Einreise und Zoll (redaktionelle Änderung)

Aserbaidschan: Reise- und Sicherheitshinweise (Teilreisewarnung)

Alle Deutschen, die - auch nur vorübergehend - im Amtsbezirk der Botschaft leben, können in eine Krisenvorsorgeliste (ELEFAND) aufgenommen werden. Mehr zum Thema finden Sie unter:

Deutschenliste - Krisenvorsorgeliste jetzt Online

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